Jeder Berufswechsel hat seine eigene Geschichte. Egal, was dich bewegt: Auf dem Golfplatz ist Platz für dich.
„Der Bürojob war irgendwann eintönig. Ich war schon immer gerne draußen und habe zu Hause handwerklich angepackt. Nach meiner Initiativbewerbung ging alles schnell und man bekommt alles Schritt für Schritt beigebracht. Wind und Wetter kannte ich vom Angeln – nur das frühe Aufstehen war eine Umstellung.”
Tobias, früher Einzelhandelskaufmann, jetzt Greenkeeper
„Ich hatte gar keinen Bezug zu Golf, aber ich bin sehr sportlich und liebe die Natur. Deshalb konnte ich mir das sofort gut vorstellen. Meine größte Angst war eigentlich: Wie schaffe ich die 40 Stunden mit meinem Sohn? Ich habe das angesprochen und wir haben einen Weg gefunden.”
Anne Claire, früher Senior-Eventmanagerin (Agentur), jetzt Eventkoordinatorin Gastronomie und Turniere
„Ich bin zum Golfclub gegangen, habe gesagt, wer ich bin und was ich vorhabe, und einfach gefragt, ob ich ein bisschen mitgucken und mithelfen kann – quasi wie ein Schnupperpraktikum.”
Markus, früher Gastronomiebetreiber, jetzt Clubmanager
„Ich war bei einer Versicherung tätig. Nach einer Umstrukturierung musste ich das Unternehmen – nach über 25 Jahren – verlassen. Ich war zu dem Zeitpunkt um die 50 Jahre alt. Das war natürlich nicht schön. Also habe ich meine Fühler ausgestreckt und geschaut, wo ich meine Erfahrung einbringen kann.”
Michaela, früher Sekretärin der Geschäftsführung (Versicherung), jetzt Mitarbeiterin Hotelbetrieb & Club-Verwaltung
„Mit 24 der fünfte Hexenschuss. Da habe ich gesagt: Einen sechsten habe ich keinen Bock mehr drauf. Im Greenkeeping ist es körperlich weniger anstrengend, und ich bin an der frischen Luft. Früher dachte ich morgens: Oh, ich muss zur Arbeit. Heute bin ich oft vor dem Wecker wach und freue mich drauf.”
Tobias, früher Bauarbeiter & Stuckateur, jetzt Greenkeeper
„Mein erster Tag war eine Katastrophe und vor Telefonaten hatte ich Angst, weil Deutsch nicht meine Muttersprache ist. Aber mit der Zeit habe ich alles gelernt. Heute plane und organisiere ich Turniere. Man darf keine Angst haben – man kann wirklich alles lernen.”
Mariola, früher angehende Polizistin, jetzt Event- und Turnier-Koordinatorin
„Ich wusste nicht, dass der Job als Greenkeeper so abwechslungsreich ist. Man sollte Interesse und Lust auf was Neues mitbringen. Selbstzweifel muss man nicht haben. Einfach probieren!”
Gustav, früher LKW-Fahrer, jetzt Greenkeeper
„Das denken ganz viele Leute tatsächlich immer, dass Kinder und Gastro nicht so gut zusammenpassen, aber man hat ja trotzdem einen Dienstplan.”
Nathalie, früher gelernte Erzieherin, jetzt stellv. Restaurantleiterin
„Die Genauigkeit und ein leichter Perfektionismus – das habe ich aus meinem Beruf als Maler mitgenommen.”
Israel, früher Maler & Lackierer, jetzt Greenkeeper
„Die berufliche Umorientierung war eigentlich die ganze Zeit in meinem Kopf. Zuletzt war ich in einer Hausarztpraxis. Aber ich bin ein totaler Draußenmensch und naturverbunden.”
Susanne, früher Arzthelferin, jetzt Mitarbeiterin Anlagenservice
„Ich war zehn Jahre im normalen Beruf. Um Golflehrer zu werden, musste ich noch einmal eine ganz neue Ausbildung machen. Das war schwierig. Aber am Ende muss man auf sein Herz hören und darf nicht zu lange überlegen.”
Cheol-Soon, früher im Qualitätsmanagement (Elektronikunternehmen), jetzt Golflehrer
Hier zählt, was du kannst! Deine Fähigkeiten und Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen sind auch auf dem Golfplatz gefragt!
Je nach Tätigkeit gibt es unterschiedliche Fähigkeiten, die wichtig sind. Wer mit Gästen oder Kunden zu tun hat, etwa am Empfang, im Golfshop oder in der Veranstaltungsorganisation, braucht vor allem Freude am Kontakt mit Menschen und ein freundliches, gelassenes Auftreten – vor allem, wenn es mal hektisch wird. In der Platzpflege zählen praktisches Geschick, Sorgfalt und die Bereitschaft, bei jedem Wetter anzupacken. In Verwaltung und Management sind Organisationstalent, selbstständiges Arbeiten und kaufmännisches Verständnis gefragt. Über alle Bereiche hinweg hilft Teamfähigkeit, da auf einer Golfanlage viele Hände ineinandergreifen müssen, damit der Betrieb reibungslos läuft.
Bei unserem JobMatch werden deine Erfahrungen bei der Stellenauswahl berücksichtigt.
Das hängt davon ab, was du gerne machst und was du mitbringst. Arbeitest du lieber draußen, hast du Freude am Kontakt mit Menschen, organisierst du gerne, interessierst du dich für Maschinen und Technik oder möchtest du viel Verantwortung übernehmen? Deine Interessen, Fähigkeiten und bisherigen Erfahrungen können dir den Weg zum passenden Job zeigen.
Bei unserem JobMatch werden deine Erfahrungen bei der Stellenauswahl berücksichtigt.
Besonders gefragt sind aktuell Fachkräfte aus technischen und praktischen Berufen – zum Beispiel Mechaniker und Mechatroniker (für Land- und Baumaschinen) sowie Fachkräfte aus dem Garten- und Landschaftsbau oder dem Handwerk. Auch im Bereich Kundenservice und Verwaltung gibt es sehr gute Chancen. Hier sind vor allem Fachkräfte aus Dienstleistungsberufen wie Hotellerie und Tourismus sowie aus kaufmännischen Berufen gefragt.
Das hängt vom Job auf dem Golfplatz ab. Für einige Tätigkeiten ist eine bestimmte Ausbildung oder Qualifikation notwendig. Bei anderen Jobs zählen praktische Erfahrung, Fähigkeiten und die Bereitschaft, Neues zu lernen, mehr als eine berufsspezifische Ausbildung.
Ja. Je nach Bereich kannst du dich fachlich spezialisieren, zusätzliche Qualifikationen erwerben oder mehr Verantwortung übernehmen – bis hin zu leitenden Aufgaben.
Nein. Viele Beschäftigte arbeiten das ganze Jahr über auf Golfanlagen. In allen Bereichen ist während der Golfsaison von Frühjahr bis Herbst aber mehr zu tun. Deshalb gibt es neben ganzjährigen Stellen auch saisonale Beschäftigungsmöglichkeiten für Aushilfskräfte. Wer ganzjährig auf einer Golfanlage arbeitet, hat im Winter meist andere Aufgaben als im Sommer. In der Platzpflege geht es dann zum Beispiel um Maschinenwartung, Baumschnitt, Instandsetzungsarbeiten und die Vorbereitung des Platzes für das nächste Jahr. Die Nebensaison wird von Arbeitgebern auch für Schulungen und Weiterbildungen genutzt.
Das hängt stark vom Tätigkeitsbereich und von der Saison ab. In der Platzpflege beginnt der Arbeitstag in der Sommersaison schon sehr früh am Morgen, teils vor 6 Uhr. In anderen Bereichen fallen dagegen auch mal Abendschichten an, z. B. bei Events oder Veranstaltungen. Viele Golfanlagen arbeiten mit Jahresarbeitszeitkonten oder ähnlichen Modellen: Wer in der Hauptsaison mehr Stunden leistet, bekommt diese in der ruhigeren Wintersaison durch freie Tage oder kürzere Arbeitszeiten wieder ausgeglichen. Die genaue Ausgestaltung ist von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich.
In den meisten Bereichen ja, allerdings nicht jedes Wochenende. Da Golfanlagen besonders an Wochenenden und an Feiertagen gut besucht sind und Events oder Turniere stattfinden, gibt es immer Mitarbeitende, die vor Ort sind. Die Beschäftigten arbeiten dann aber zum Beispiel häufig im Rotationsprinzip, z. B. jedes zweite Wochenende, mit einem freien Tag als Ausgleich unter der Woche. Wie der Ausgleich für Wochenendarbeit konkret aussieht, zum Beispiel über Freizeitausgleich oder Zuschläge, regelt jeder Arbeitgeber individuell.
Golfanlagen bieten je nach Tätigkeit unterschiedliche Beschäftigungsmodelle: von Vollzeit und Teilzeit über Minijobs bis hin zu saisonalen oder befristeten Einsätzen. Das schafft flexible Möglichkeiten für unterschiedliche Lebensphasen – zum Beispiel für Berufstätige, Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger, Studierende oder Rentnerinnen und Rentner, die stundenweise oder regelmäßig mitarbeiten möchten.
Das kommt auf den Job an. In der Platzpflege, Technik, in der Gastronomie und Hotellerie oder im Gebäudemanagement gehört körperliche Arbeit häufig dazu. In Verwaltung, Marketing oder Management stehen dagegen andere Anforderungen im Mittelpunkt.

Carolin Runte
Berufe im Golfsport
Deutscher Golf Verband e.V.